Schlossgarten Neustrelitz

Das Schloss Neustrelitz in Neustrelitz war Hauptresidenz des (Teil-) Herzogtums Mecklenburg-Strelitz, Sitz der (Groß-) Herzoglichen Familie und nach 1918 Sitz des Landtags des gleichnamigen Freistaates. 1945 brannte es aus, die Ruinen wurden später abgetragen. Der Schlosspark und verschiedene Nebengebäude sind jedoch bis heute erhalten.

Der Schlossgarten wurde 1731/1732 ursprünglich als Barockgarten konzipiert und im Laufe der Jahre immer wieder umgestaltet und zu einer mehrteiligen Parkanlage erweitert. Ein großes Parterre führte vom Schloss zum See und wurde mit Alleen gegliedert und mit einem Hebetempel gekrönt. Die Verengung der Sichtachse in Richtung des Sees war ein beabsichtiges Stilmittel, um den Barockgarten tiefer und länger erscheinen zu lassen. Für die Rodungs- und Planierungsarbeiten wurden täglich vier bis acht Gefangene aus Strelitz zum Baugelände gebracht. Auch neun Zierker Einwohner arbeiteten von 1731 bis 1735 für einen Lohn von je 12 Talern und 34 Schilling pro Jahr.

Um 1825 erfolgte eine Umgestaltung eines Großteils der Anlage nach Plänen des Potsdamers Peter Joseph Lenné zum englischen Landschaftsgarten, nur die barocke Sichtachse blieb unverändert und ist noch heute zu bewundern.


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