Wröhmännerpark

Der Wröhmännerpark (bis 1964 Wröhmännerplatz) ist eine Parkanlage im Ortsteil Spandau des Berliner Bezirks Spandau.

Er ist die älteste Parkanlage in Spandau und wurde 1913/14 unter dem Namen „Wröhmännerplatz“ im Zuge der Sozialreformen als Naherholungsgebiet für die an Grünflächen arme Spandauer Neustadt, in der vor allem kinderreiche Arbeiterfamilien wohnten, geschaffen. Zuvor befanden sich an dieser Stelle der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte städtische Hafen und ein Lagerplatz. Dieser wurde 1875 mit Sand der abgetragenen Schülerberge auf der ehemaligen Wiese der Wröhmänner aufgeschüttet. Direkt an der Oberhavel gelegen, bildet diese somit auch die östliche Begrenzung des Parks. Bereits 1894 ließ der Verschönerungsverein einen Grünstreifen westlich an der Neuendorfer Straße anlegen.

Seinen Namen trägt der Park nach den mittelalterlichen Wröhmännern. Hierbei handelte es sich um Ackerbürger, die sich zu einer Wröhe zusammengeschlossen hatten. Eine Wröhe war eine freiwillige Gerichtsbarkeit, in der die in ihr Vereinigten ihre Feldbestellungs- und Flurstreitigkeiten selbständig regelten. Die Gegend wurde als deren einstige Versammlungsstätte angesehen.

Im Mai 2004 fand sich eine Bürgerinitiative zusammen, deren Ziel die Erhaltung und Reinhaltung des Parks ist. Diesem Zweck dienen die regelmäßigen, ehrenamtlichen Arbeitseinsätze an den Wochenenden und die konstruktive Zusammenarbeit mit Grünflächenamt, Ordnungsamt und Polizei. Im Mai 2008, also nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit, wurde der Bürgerinitiative die Auszeichnung „Spandauer des Monats“ verliehen.

Die Bushaltestelle Wröhmännerpark wird von alteingesessenen Spandauern noch immer „Hafenplatz“ genannt. Dabei bezieht sich dieser Name nicht auf den an Stelle der ehemaligen Hafenanlage angelegten Park, sondern auf den nach diesem Hafen benannten Platz, der 1961 mit der Neuanlage der Neuendorfer Straße in diese aufgegangen war.


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