Volkspark Schönholzer Heide

Der Volkspark Schönholzer Heide im Berliner Ortsteil Niederschönhausen, Ortslage Schönholz, ist ein weitgehend naturbelassener, hügeliger Waldpark mit einer Fläche von etwa 35 Hektar. Es ist ein Rest des vormals großen geschlossenen Waldgebietes (Schönhauser Fichten) bis hin zur Jungfernheide.

Mitte der 1950er Jahre beschloss man die Schönholzer Heide als Vergnügungs- und Erholungsort wieder zu beleben, was vor allem aus zwei Gründen scheiterte. Zum einen widersprach die Präsenz von Kriegsgräbern der Idee eines Erholungsortes, zum anderen lag die Schönholzer Heide in unmittelbarer Nähe zur West-Berliner Grenze. Nach dem Mauerbau 1961 lag der Bahnhof Wilhelmsruh auf West-Berliner Seite. Der Bahnhof Schönholz lag zwar auf Ost-Berliner Gebiet, die Strecke gehörte aber zum westlichen S-Bahnnetz. Er war daher nur zur West-Berliner Seite geöffnet. Für Ost-Berliner erschwerte sich die Anreise und die Schönholzer Heide verlor, sicher auch aufgrund ihrer Nähe zu den Grenzanlagen, rasch ihre Bedeutung als Ausflugsziel. So wurde zwar am 15. August 1956 die Freilichtbühne Heide-Theater mit 2500 Sitzplätzen im südlichen Teil des Parks eröffnet, jedoch nach dem Mauerbau bereits wieder geschlossen.

Die Schönholzer Heide dient (insbesondere seit dem Mauerfall) der Naherholung. Durch die gesamte Heide führt heute ein Naturlehrpfad, es gibt Liegewiesen, einen Abenteuerspielplatz und einen Fußballplatz. Das Trommlerfest Rakatak findet seit 1995 jährlich im Juni in der Schönholzer Heide statt. Auf diesem Fest in der Schießanlage werden jedes Jahr Perkussionsinstrumente aus verschiedenen Nationalitäten und mit unterschiedlicher Rhythmik aufgeführt. Im Gelände der Schönholzer Heide (nordwestlich der Friedhofsgelände, südlich der Gedenkstätte für die gefallenen sowjetischen Soldaten) ist eine Platane als Naturdenkmal ausgewiesen.


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