Schlosspark Hohenzieritz

Das Schloss Hohenzieritz liegt im Dorf Hohenzieritz in Mecklenburg-Vorpommern, etwa auf halber Strecke zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg.

Der heute etwa 25 Hektar große Schlosspark wurde durch Archibald Thompson, einen Schüler von Capability Brown, von 1776 bis 1790 in englischem Stil unter Einbeziehung der Umgebung angelegt. Die Gesamtkomposition erstreckt sich über Hohenzieritz, Prillwitz, Usadel und Weisdin. Gartenseitig befindet sich das Schloss auf dem Gipfel einer Anhöhe und bietet von hier einen weitreichenden Blick in die Landschaft. Im Park befindet sich der Luisentempel und das 2006/2007 restaurierte Denkmal Die Hoffnung tröstet die Trauer, das Herzog Karl II. 1798 im Gedenken an seine früh verstorbenen Frauen und Kinder von seinem Hofbaumeister und Bildhauer Christian Philipp Wolff errichten ließ.

Im Jahr 2008 begannen im Schlosspark Hohenzieritz umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen. Ziel der Arbeiten war es, die alten Parkgrenzen und -zugänge wiederherzustellen, das Wegenetz im Park zu sanieren und die ursprüngliche Geländemodellierung wiederherzustellen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellte für diese Maßnahmen rund 1,46 Millionen Euro bereit. Bis Ende 2009 war der erste Teilabschnitt fertiggestellt. Die historische Parkmauer aus behauenen Feldsteinen wurde rekonstruiert, ein Parkplatz neu angelegt, der Schlossplatz saniert und eine Zufahrt zum Schloss gebaut. Mit der Sanierung des Quellteiches, der Wiederherstellung des Wasserfalles und des Luisen-Gartens sowie der Herrichtung der Rosenlaube konnten die Arbeiten 2011 abgeschlossen werden. Der Gesamteindruck ist jedoch noch durch unpassende Wohnblocks nahe der Sichtachse zwischen Kirche und Schloss beeinträchtigt.

Am Beginn der Auffahrt steht die Kirche (ehemalige Schlosskirche). Sie wurde 1806 durch Friedrich Wilhelm Dunckelberg errichtet. Die Kirche ist ein schlichter, klassizistischer Zentralbau aus Backsteinen mit einem dorischen Portal und einer umlaufenden Empore in Inneren. Die heute weiße Kuppelschale war ursprünglich mit Kassetten ausgemalt. Eine Empore umgibt den Kirchenraum. Der Altar steht im Westen. 1991 wurde die Kirche nach einer Renovierung neu geweiht.

Herzog Karl II. hatte Caspar David Friedrich den Auftrag für einen Landschaftsaltar erteilt. Vieles spricht dafür, dass es sich dabei um den 1808 entstandenen Tetschener Altar mit dem Gemälde Das Kreuz im Gebirge handelt, den der Maler demnach für die Kirche von Hohenzieritz konzipierte, wenn das Schlüsselwerk der Romantik die mecklenburgische Kapelle auch nie gesehen hat. Den Ausblick vom Schlosspark auf die Lieps mit dem Schneckenberg ist das Motiv des Malers der Romantik in dem Gemälde Der Sommer (Landschaft mit Liebespaar) von 1807.


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