Schlossgarten Weilerbach (Eifel)

Das kleine Schloss Weilerbach steht in der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Bollendorf im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark. Es wurde 1777 bis 1780 durch die Abtei Echternach als Sommerresidenz für ihre Äbte und als Verwaltungsgebäude der auf dem umliegenden Areal beheimateten Weilerbacher Eisenhütte errichtet.

Durch die französische Regierung Ende des 18. Jahrhunderts konfisziert und an einen Privatmann versteigert, wurde das Schloss im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und erst ab 1987 restauriert und wieder instand gesetzt. Heute dienen einige Räumlichkeiten des Schlosses zu kulturellen Zwecken wie zum Beispiel Konzerten, und in einem Nebengebäude sind ein Café sowie ein kleines Museum beheimatet. Die wiederhergestellte barocke Gartenanlage kann unentgeltlich besucht werden.

Südwestlich des Schlosses schließt sich ein rechteckiger Barockgarten an, dessen streng symmetrisch gegliederte Parterrefläche eine Größe von 127×75 Metern besitzt. Auf der niedrigen Mauer, von welcher der Garten eingefasst ist, stehen Vasenskulpturen. Drei Brunnen befinden sich in der von einem Weg gebildeten Mittelachse, die vom Schlossgebäude geradlinig auf ein Pavillongebäude zuläuft. Dieses besitzt zwar einen rechteckigen Grundriss, im Inneren weist der einzige Raum jedoch einen ovalen Grundriss auf. In dessen „Ecken“ finden sich Schranknischen und Treppen, die in den Keller und in den Dachraum führen. Die äußere Gestaltung des kleinen, unterkellerten Baus ähnelt stark der des Schlossgebäudes an dessen südlicher Seite: Er steht auf einem hohen Sockel und besitzt einen Dreiecksgiebel in der Mittelachse sowie Pilaster an den Gebäudeecken. Sein rundbogiger Eingang wird von zwei Malereien in Trompe-l’œil-Technik flankiert, die Fenster vortäuschen. Bei der Restaurierung des Pavillons im Jahr 1993 wurden in seinem Inneren die spätbarocke Ausmalung sowie Wandgliederungen mit ionischen Pilastern und Festons wiederhergestellt.

An der nordwestlichen Seite des Gartenparterres schließen sich drei höher gelegene Terrassenebenen an, auf denen früher Wein angebaut wurde. Die oberste Ebene ist Standort eines kleinen Brunnenhauses, dessen Fassadenbemalung in den Farben Ocker und Türkis bei Restaurierungsarbeiten 1994 rekonstruiert wurde. Sie zeigt unter anderem ein vertikales Bossenwerk, Eckpilaster und Vasen.


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