Botanischer Garten Potsdam

Der Botanische Garten Potsdam wurde 1950 auf dem Gelände des ehemaligen Terrassenreviers am Nordrand der Parkanlage Sanssouci angelegt. Das Gesamtareal umfasst eine Fläche von etwa 5 ha. In den für die Öffentlichkeit zugänglichen Gewächshäusern und Freilandflächen werden fast 9.000 Pflanzenarten in Kultur erhalten. Die Universität Potsdam nutzt den Botanischen Garten als Bildungs- und Forschungseinrichtung. Die denkmalgeschützten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert stehen unter der Verwaltung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Seit der Gründung des Botanischen Gartens steht das Areal nicht mehr im Funktionszusammenhang zur Parkanlage Sanssouci, sondern wird von der Universität Potsdam als Bildungs- und Forschungseinrichtung genutzt. Als Teil der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Potsdam-Golm, sind auf dem Gelände an der Maulbeerallee das Institut für Biochemie und Molekulare Physiologie, das Institut für Ökologie und Naturschutz und das Institut für Systematik und Didaktik der Biologie untergebracht. Jährlich erhalten hier rund 250 Studierende (Stand 2008) des Fachbereichs Botanik Kenntnisse in der Biosystematik, Morphologie, Bioökologie und Geobotanik.

Ein Teil des Gartenbereichs steht Forschungszwecken zur Verfügung, wobei der Naturschutz, bzw. botanische Artenschutz eine wichtige Rolle spielt. Auf einigen Beeten werden geschützte, vom Aussterben bedrohte Wildpflanzen aus der einheimischen Region in Kultur erhalten und für die Wiederauswilderung zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang kooperiert der Potsdamer Botanische Garten unter Leitung des brandenburgischen Landesumweltamtes mit dem Botanischen Garten Berlin, dem spreewälder Heidegarten Langengrassau in der Gemeinde Heideblick und dem Botanischen Verein von Berlin und Brandenburg. Zudem beteiligt er sich am nationalen und internationalen Austausch von Pflanzenmaterial zwischen Botanischen Gärten, Universitätseinrichtungen und vergleichbaren öffentlichen Forschungsinstitutionen basierend auf den Vereinbarungen des internationalen Naturschutzvertrages, der Biodiversitäts-Konvention (CBD).

Der am 10. März 1998 gegründete „Freundeskreis des Botanischen Gartens der Universität Potsdam e. V.“ unterstützt den Botanischen Garten mit finanziellen Mitteln und beteiligt sich an Führungen und Veranstaltungen, um der Öffentlichkeit botanische und gärtnerische Kenntnisse in Verbindung mit dem biologischen Artenschutz zu vermitteln sowie die ökologische und kulturelle Bedeutung von Pflanzen darzustellen. Für Schüler und Vorschüler wird von der Biologiedidaktik ein erlebnisorientierter Unterricht im „Grünen Klassenzimmer“ angeboten, der direkt im Garten Kenntnisse über Pflanzen und Insekten vermittelt.


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